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Der Narrenverein


Die "Gansloser Hommelhenker" haben heute 116 Mitglieder. Davon sind 56 aktive
Hästräger und 60 passive Mitglieder. Im Jahr 2011 konnten wir ein neues
Mitgliede verzeichnen. Insgesammt haben wir 49 Kälble, 6 Bauern und 1 Hommel.
Gegründet wurde die Narrenverein 1998 in Auendorf. Die Bezeichnung "Gansloser"
stammt von der früheren Ortsbezeichnung von Auendorf : "Ganslosen"

Auendorfer Wappen.


Das Häs
 
Die drei Figuren:

                        


Der Narrenruf
Hommel henk ; Hommel henk ; Hommel henk henk henk  



Der geschichtliche Hintergrund

Auf einem Kirchturm zu Ganslosen wuchs ein Büschel Gras. Nachdem sich das Volk stundenlang fragte,
wie es das Gras herunter bekäme hatte ein Bauer eine Idee. Er holte seinen Stier (Hommel) und zog ihn
an einem Strick den Kirchturm hinauf. Doch schon bald hing dem Bulle die Zunge aus dem Mund.
Der Bauer dachte , daß das Tier sich über das frische Gras freut, doch der Stier war längst erstickt.



Die Farre

Legende aus : Magenau, Poetische Volks-, Sagen und Legenden, Stuttgart 1825

Am Kirchturm zu Ganslosen                                       Das Volk stand viele Stunden
Trieb einst ein frischer Strauß                                    Am Turm gedankenvoll;
Von Gras, aus düstern Moosen                                 Doch niemand konnt`erkunden
Des Turmes sich hinaus                                            Wie man es pflücken soll

Man ließ die Glock` erschallen;                                 Schon droht` in die Gemeine
Doch auch im Dorfsenat                                             Die Zwietracht einzuzieh`n,
Fand den Weisen allen                                               Schon teilten Groß und Kleine
Kein Weiser einen Rat.                                               Sich feindlich in Partie`n,

Schon zausten in der Schenke                                  Doch, wie oft erst beim Schlusse
Die Bauern sich den Bart                                            Das beste Los noch fällt,
Und über Tisch und Bänke                                         Und mit dem letzten Schusse
Gab`s manche Ritterfahrt;                                           Den Preis ein Schütz erhält,   

So wußt` auch noch am Ende                                    Wozu sich lang zu narren
Der Schulz den klügsten Rat,                                     rief er, und dies Geschrei?
Mit dem er auch behende                                            Man führe stracks den Farren
Vor die Gemeinde trat:                                                  Des Dorfes mir herbei!

Und säume nicht, am Stricke                                     Bald sah man hoch ihn schweben;
Den Stier heraufzuzieh`n,                                            Seht! scholls aus jedem Munde,
Daß er das Gräschen pflücke,                                   Schon streckt, es zu erstreben,
Ein Festtags-Schmaus für ihn!                                  Die Zung` er aus dem Schlund!

Der Schulz rieb sich die Stirne                                   Mit mir wagt wohl die Lanze
Mit edlem Stolz und sprach:                                        Kein Schulz im deutschen Reich,
Wißt , daß durch dies Gehirne                                   Auch kommt an Ruhm und Glanze
Der weise Einfall brach,                                              Kein Dorf Ganslosen gleich!

       Jedoch es stand nicht lange
       das Völklein so entzückt ,
       Denn ach ! es war am Strange
       Der Bulle längst erstickt!